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Analyse bei Rankingproblemen

8. Oktober 2012 Keine Kommentare

Gerade in 2012 hat Google die Zügel kräftig angezogen, kaum ein Quartal in dem nicht ein neues Update das sich gegen Webspam richtet das Licht der Welt erblickt hätte. Die Verunsicherung ist teils groß und selbst gestandene Profis neigen bei oberflächlicher Betrachtung dazu, Rankingprobleme falsch einzuordnen. Im folgenden eine Liste von Ursachen für Rankingprobleme, sowie mögliche Gegenmaßnahmen:

1. Penguin

Das wohl ausfsehenserregenste Update 2012, relativ gut an den jeweiligen Daten der Updates, die offiziell kommuniziert wurden, festzumachen. Typisch ist ein generelles Abrutschen der Seite, meist sehr heftig und irgendwo ins Nirvana. Ursache sind einseitige Linkstexte, v.a. zuviele typische Moneykeys, in Mischung mit vielen eher minderwertigen Links. Wirklich effektive Gegenmaßnahmen existieren bis dato keine, umso dramatischer für die Betroffenen. Möglicherweise hilft das Verwässern der einseitigen Anchortxte mit mehr Links, die aber nicht minderer Qualität sein sollten. Ändern existierender Links wirkt wenig natürlich, Schrottlinks zu bereinigen schadet aber sicher nicht, insbesondere wen für diese auch noch die problematischen exakten Moneykeys verwendet wurden. Algorithmusupdate, keine Penalty, keine Wiederaufnahmeantrag möglich. Erholung wenn erst zum nächsten Durchlauf möglich.

2. Panda

Hier stehen minderwertige Inhalte oder solche mit geringer Informationstiefe im Vordergrund, Betroffene werden ebenfalls mit einem generellen Abrutschen in den SERPs bestraft. Hier hilft es vor allem, Unterseiten mit eher mauen Inhalten komplett zu entfernen, denn diese können Panda auslösen, selbst wenn der Rest des Contents gut ist. Weniger, dafür in besserer Qualität, heißt die Zauberformal. Betroffen sind vor allem “Jack of all Trades” Seiten wie Artikelverzeichnisse, die viel Inhalt mit minimalem Wert und ausschweifenden Allgemeinplätzen enthalten, sowie eine Vielzahl an Themen bedienen. Gut identifizierbar, da an spezielle Update Daten gebunden. Algorithmusupdate, keine Penalty, keine Wiederaufnahmeantrag möglich. Erholung wenn erst zum nächsten Durchlauf möglich.

3. Unnatural Links Mitteilung und Penalty

Wer die Google Webmaster Tools nutzt, hat möglichweise eine blauen Brief von Google in den Benachrichtigungen. Je nach Schwere des Verstoßes gegen die Richtlinien wird entweder auf einzelne problematische Links die nicht genauer genannt werden hingewiesen, oder der Ton ist schärfer und es wird mitgeteilt, daß nach der Beseitigung der unnatürlichen Links ein Wiederaufnahmeantrag gestellt werden kann. Letzterer Hinweis wird meist gefolgt von einem Absturz der Domain binnen weniger Tage, insbesondere zu den Keywords für die unnatürliche Links zum Einsatz kamen. Longtail rankt die betroffene Seite meist trotzdem weiter relativ gut. Wer die wohl extrem lange Strafe nicht aussitzen will, kann nach Entfernung der toxischen Links einen Wiederaufnahmeantrag stellen. Alle Linkentfernungen sollten exakt dokumentiert werden, ein Job für einen SEO Profi. Erholung bei erfolgreichem Wiederaufnahmeantrag binnen weniger Tage, die gewissenhafte Entfernung der Problemlinks ist aber meist extrem aufwendig und kann leicht mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Sollten im ersten Anlauf nicht alle unnatürlichen Links entfernt worden sein, wird der Wiederaufnahmeantrag abgeleht, Nachbesserung ist aber problemlos möglich, in der Praxis sind oft mehrere Anträge nötig.

4. EMD Update

Das Exact Match Domain Update, aktuell erst in den USA und UK aktiv, richtet sich gegen der Versuch mit der genau zu einem Keyword passenden Domain möglichst einfach gut zu ranken, insbesondere wenn die Seite eigentlich eher geringer Qualität ist. Nach ersten Analysen entgeht man der Abstrafung am ehesten, wenn die Seite selbst nicht allzu hart auf das entsprechende Keyword optimiert ist. Die in der Vergangenheit oft gängige Praxis, Suchbegriff im Titel, in den H-Tags, in den Alt Tags von Bildern, mit hoher Dichte im Text, erweist sich hier als Schuss ins Knie. EMDs wurden keinesfalls generell abgestraft, nur sollte man gerade bei solchen Domains eher zurückhaltend mit der Onpageoptimierung auf das Keyword in der Domain sein. Wie auch bei den Links gilt: Natürlich ist Trumpf.

5. Weitere mögliche Ursachen

Neben den erwähnten und vielbeachteten Algorithmusupdates und der neuen Penalty für unnatürliche Links gibt es eine Vielzahl von Filtern und weiteren Penalties. Wenn die Seite abseits der bekannten Daten für Panda und Penguin, sowie ohne Nachricht in den Webmastertools, plötzlich signifikant schlechter rankt, sind aber nicht immer Strafen oder Filter schuld. Ein falscher Noindex Tag, weggefallene Links, Auslaufen des sog. Newbie-Bonus der neue Seiten eine Zeit lang im Ranking bevorzugt, häufige Serverausfälle, die Latte der möglichen Ursachen lang.

Teils können auch mehrere Faktoren gleichzeitig zum Absturz führen. Hier sollte man sich an eine erfahrene Agentur wie uns wenden, denn eine gewissenhafte Analyse muss viele Faktoren berücksichtigen: Prüfung der Seite selbst, Prüfung historischer Rankingdaten, Analyse des Backlinksprofils, Analyse des zeitlichen Verlaufs des Linkaufbaus, nur wer wirklich alle möglichen Ursachen prüft kann das Problem zuverlässig bestimmen und Gegenmaßnahmen einleiten, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll.

Finger weg von Schnellschüssen, wer nicht 100% sicher ist, wo das Problem liegt, kann den Karren mit falschen oder vorweiligen Maßnahmen noch tiefer in den Dreck fahren. Nichts zu unternehmen ist meist keine Lösung, aber etwa wildes Ändern und  Entfernen von Links, oder komplettes Einstellen des Linkaufbaus, in der Hoffnung Google zu besänftigen, ebensowenig.

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Beim Yahoo Site Explorer gehen die Lichter aus

24. November 2011 Keine Kommentare

Viele Jahre hat er uns treu begleitet, war eine ständige Quelle um in den Backlinks der Mitbewerber zu stöbern, war sogar Basis für viele kostenlose und kostenpflichtige Backlink Checker und jetzt ist er einfach weg. Im Zuge einer Umstellung von Yahoo auf die Bing Suchtechnologie ist auch der gute Site Explorer von Yahoo obsolet geworden.

Aus seine alten Tage sah man schon die ersten Macken und Zeichen von Alterschwäche, neue Backlinks wurden nur noch mit ungewöhnlich hoher Verzögerung erfasst und selbst alte Links hat er langsam aber sicher vergessen. Natürlich bietet Bing Ersatz in Form der eigenen Webmaster Tools, die haben aber ähnlich den Google Webmaster Tools einen kleinen Haken. Neben der Pflicht zur Registrierung lassen sich nur noch eigene Webseiten überwachen.

Was tun? Profis haben schon lange vorher auf andere Tools umgestellt, einfach weil sie umfangreichere Daten und Filteroptionen liefern und einfach zuverlässiger sind. Wer jetzt also verzweifelt nach Alternativen sucht, kommt ums Bezahlen kaum herum, denn was andere kostenlose Services an Daten liefern kann man selbst bei wohlwollender Betrachtung als mangelhaft bezeichnen.

Als Alternativen würden wir entweder SEO Diver aus dem Hause Abakus, oder aber Xovi empfehlen. Beides recht umfangreiche SEO Tools, die neben einem guten Backlinkchecker noch so manch anderes bieten, was man als SEO im Arbeitsalltag braucht. Wer keine Kosten scheut, darf sich natürlich auch bei Sistrix umsehen, wer des Englischen mächtig ist sollte eventuell auch Majestic SEO oder den Open Site Explorer in Betracht ziehen. So oder so, um kostenpflichtige Lösungen kommt man nicht herum, unsere beiden Favoriten sind aber mit jeweils pauschal 99€ im Monat durchaus bezahlbar, soviel sollte einem ein professionelles online Tool wert sein!

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Xovi

5. August 2010 Keine Kommentare

Wer beim Anblick der monatliche Preise teilweise vierstelligen einiger einschlägiger SEO Analyse und Controlling Suiten aus Deutschland Schweißperlen auf der Stirm bekommt, sollte unbedingt einen Blick auf Xovi werfen.

Das bewährte Online Marketing bzw. Analyse Tool der Service for Seos GmbH aus Buchholz bietet für einen wirklich fairen Preis von 99€ monatlich zzgl. Mehrwertsteuer (Angebot richtet sich nur an Gewerbetreibende) eine Komplettsuite aus mehreren Modulen an, die das meiste, was die Konkurrenz auch anbietet liefert, nur eben wesentlich günstiger.

Die sehr übersichtlich und schön gestaltete Oberfläche gliedert sich in die Module SEO-Tool (Sichtsbarkeits Analyse OVI, Keyword Analyse und Potentiale, Rankings, thematische Rankings, Domainvergleich, Mitbewerber Vergleich), Backlink Tool (Analyse und Klassifizierung von Linkquellen, Domain – und IP-Popularity, Backlink Detailanalyse, Backlinkvergleich verschiedener Domains, usw.), SEM-Tool (Verschiedenste Auswertugen bzgl. Adwords, inkl. CPC Preise, Mitbewerber Vergleich) sowie ein Affiliate Analyse Tool (Eigene Affiliates und Affiliates von Mitbewerbern, Trafficquellen, usw.) Selbst Onpageanalysen lassen sich schnell und einfach erstellen. Wer Linkpartnerschaften verwalten möchte, kann dies ebenfalls.

Kunden lassen sich bequem verwalten und Reports mit allen wichtigen Kennzahlen sind mit ein paar Mausklick erstellt. Rein optisch lassen sich die Berichte perfekt individualisieren und dem Design der eigenen Agentur anpassen. Das oftmals mühevolle Reporting über selbstgestrickte Excellisten gehört damit ein für alle Mal der Vergangenheit an.

Dies ist nur ein grober Überblick über die Funktionen, genaueres auf der offiziellen Hompage von Xovi.

Generell fällt auf, daß diese Suite mit großer Detailverliebtheit gestaltet wurde und eigentlich alle Funktionen beinhaltet, die man sich nur wünschen kann. Schöne grafische Auswertungen, Exportmöglichkeiten und eine eigene Keyworddatenbank mit ca. 20 Millionen Einträgen runden das Paket ab.

Die Reaktionsgeschwindigkeit des  Supports kommt manchmal nicht ganz an die Qualität zigfach teurerer Produkte heran, angesichts der Tatsache, daß Xovi solide und ohne größere Pannen seit Jahren erfolgreich am Markt ist, leicht zu verschmerzen.

Fazit: Wer eine preisgünstige Alternative zu den Platzhirschen Sistrix und Seolytics sucht, sollte auf jeden Fall Xovi in Erwägung ziehen. Trotz des modularen Aufbaus gibt es nur einen festen Monatspreis, der auch alle zukünftigen Neuerungen beinhaltet. Keine versteckten Kosten oder Staffelpreise die sich nach der Menge der Keywords oder Abfragen richten.

Die 99€ ist schon alleine die komfortable Reportingfunktion wert und gerade bei der Backlinkanalyse weniger umfangreicher Projekte findet Xovi oft einiges mehr an Links als wesentlich teurere Mitbewerber. Die ideale Lösung für eigene Seiten oder Agenturen mit vielen “kleineren” Kunden aus Deutschland oder Österreich. Andere Länderindizes werden aktuell nicht unterstützt.

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