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Linkaufbau Strategie Tipps – Was funktioniert wirklich?

Links bzw. externe Faktoren sind immer noch mit Abstand die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Ranking. Selbst wenn seit Panda auch hochwertiger Content wichtiger denn je ist, ohne Links kommt auch die beste Seite nicht vom Fleck. Das Angebot reicht hierbei von Billigangeboten für ein paar Euro auf eBay bis hin zu Presell Pages für hunderte oder gar tausende von Euros. 3000 Links für zusammen 5€ oder doch lieber einer für 150€? Was funktioniert noch, was nicht?

 

1. Social Bookmarks

Auch wenn diese für manche Agentur wirkungslose Billiglinks sind, nicht jeder hat ein vierstelliges, fünfstelliges oder gar sechsstelliges Monatsbudget. Gerade in lokalen Bereichen mit überschauberer Konkurrenz oder einfach nur als Teil eines größeren Linkmix sind derartige Links sicher nicht verkehrt. Der Nutzen hängt letztendlich von den verwendeten Seiten ab, aber angesichts des extrem günstigen Preises, darf hier jeder bedenkenlos zuschlagen, auch bei neuen Seiten. Wenn die Bookmarks vom Anbieter nicht händisch gesetzt werden, sondern (semi-)automatisiert per Software, sollte man sich unbedingt Beispiele zeigen lassen. Zwar kann man mit der entsprechenden Software, richtig eingesetzt, durchaus Resultate erzielen die einem händischen Eintrag ebenbürtig sind, nicht jeder macht sich aber die Mühe oder beherrscht die entsprechenden Programme richtig. Qualität immer vorab prüfen, besonders wenn mit tausenden von Einträgen geworben wird. Wichtig ist vor allem, daß Titel und Beschreibungen einzigartig sind oder zumindest in einem gewissen Rahmen variiert werden.

 

2. Webkataloge

Gerne als die Branchenbücher der Neuzeit beworben, von der Qualität her aber bis auf wenige Ausnahmen eher in der gleichen Liga wie Social Bookmarks zu sehen. Kostenpflichtige Einträge machen nur selten Sinn, wenn überhaupt nur auf thematisch passenden Nischenportalen mit gewisser Autorität. Auch hier gibt es automatisierte und händische Eintragsdienste, wie schon erwähnt gilt: Varianz in Text und Beschreibung sind das A und O. Unbedingt darauf achten, daß es sich nicht um verkappte Adsenseprojekte handelt. So mancher lokale Webkatalog offeriert eine eigene Unterseite für jeden Eintrag, die wegen der Stärke des Gesamtprojets auch schnell einmal vor der eigenen Seite oder Internetpräsenz des Kunden rankt, wenn bisher kaum SEO betrieben wurde. Wird Drittanbieterwerbung wie Adsense eingeblendet, besteht die Gefahr, daß Suchende den Firmennamen eingeben, auf den Katalog kommen, dort die Werbung sehen und dann zur Konkurrenz wechseln. Diese mögliche Nebenwirkung sollte man zumindest kennen und Nutzen und mögliches Risiko abwägen. Webkataloge gehören in jeden klassischen Basismix, viel Linkpower besitzen die meisten allerdings nicht.

 

3. Artikelverzeichnisse

Die Idee von Artikelverzeichnissen ist, themenrelevante Artikel mit Links zu platzieren, preislich liegen die Einträge inklusive Text meist im Bereich von 5-10€, teilweise auch mehr, stark abhängig von der Textqualität und Auswahl der Verzeichnisse. Prinzipiell sinnvoll, man sollte nur darauf achten, daß das Artikelverzeichnis selbst auch solide verlinkt ist, Portale mit tausenden Artikeln und nennenswerte Backlinks werden nur zu einem Bruchteil in Google indiziert, was im Klartext bedeutet: Google findet die meisten Artikel und somit auch die enthaltenen Links nicht. Hier kann man notfalls auch nachhelfen und z.B. die eigenen Artikel mit ein paar billigen Bookmarks aus zweiter Ebene anlinken. Die Stärke derartiger Links variiert, trotz Themenrelevanz sollte man sich davon aber nicht zuviel versprechen. Zweckmäßig als Teil ein Basismix.

 

4. Blogkommentare

10000 Blogkommentare für läppische 50€? Finger weg, hier kommt das beliebte Tool Scrapebox zum Einsatz, daß automatisiert alles vollspammt was ein Kommentarfeld hat und bei 3 nicht auf den Bäumen ist. Neben der Wirkungslosigkeit derartigen Massenspams, ergeben sich auch rechtliche Probleme, denn einige Blogbetreiber sehen nicht tatenlos zu, wenn der eigene Blog automatisiert mit Müllkommentare im Dutzendpack befüllt wird. Hinzu kommt: Dort wo Spam unmoderiert veröffentlicht wird, steigt die Anzahl der Kommentare schnell auf hunderte oder tausende und man findet sich schnell in illustrer Gesellschaft von sehr fragwürdigen Angeboten aus den Bereichen Pharmazie, Glücksspiel, Produktfälschungen und  Angeboten für Erwachsene. Im besten Fall reagiert nur Google verschnupft, im schlimmsten Fall kommt eine Abmahnung eines Geschädigten ins Haus.

Richtig gemacht können Blogkommentare aber eine gute Ergänzung sein, nämlich dann wenn man sich die Mühe macht, thematisch passende Seiten sinnvoll zu kommentieren. Die Kommentarfunktion dient der Diskussion zum Artikel, wer hier interessante Aspekte aufzeigt oder einfach nur eine qualifizierte Meinung kundtut, wird mit einem dauerhaften Link belohnt. Handarbeit ist Trumpf, weniger ist hier mehr.

 

5. Blogartikel

Von der Idee her nichts anderes als ein Eintrag in einem Artikelverzeichnis, allerdings meist wesentlich hochwertiger, natürlich abhängig vom jeweiligen Blog. Gastbeiträge, egal ob in Form von Spinning Texten auf Masse oder auf ausgewählten Seiten, mit Hinblick auf das Preis Leistungs Verhältnis stellen deratige Links eine der sinnvollsten Linkaufbau Maßnahmen dar. Es gibt aber viele Details zu beachten: Wie gut ist der Blog selbst verlinkt? Wo erscheinen neue Beiträge? Wieviele neue Beiträge erscheinen täglich? Dient der Blog nur der Veröffentlichung von Gastartikeln oder wird auch eigenen Content eingepflegt? All diese Faktoren bestimmen den Preis. Die Akquise kann etwas mühevoll sein, wer den Aufwand scheut kann Komplettpakete buchen oder auf Marktplätzen wie Teliad sein Glück versuchen.

 

6. Presell Pages

Hier gibt es viele Mißverständnisse, denn so manche angebliche Presell Page entpuppt sich als simpler Blogpost. Streng genommen sind Presell Pages komplette eigene Unterseiten die direkt über die Hauptnavigation verlinkt sind. Sie sollten eigene Titel und Metatags erlauben, ebenso wie natürlich eigene Texte und eventuell entsprechende Fotos oder Videos. Klassische Beispiele: Ein Krankenhaus erstellt Seiten, auf denen die Belegärzte einzeln mit Lebenslauf präsentiert werden, jeweils mit Link zur Homepage des Arztes. Ein Reiseportal stellt auf einer Unterseite ein bestimmtes Hotel in einem Reisebericht vor, verlinkt direkt auf die Website des Hotels. Die perfekte Presell Page integriert sich vollkommen natürlich in die linkgebende Seite, im Optimalfall ist sie direkt von der Hauptseite verlinkt, zumindest aber über die erste Unterebene der Navigation. Je nach Qualität der Seite auf der die Presell Page veröffentlicht wird, kann man derartige Links durchaus als Königsklasse bezeichnen. Der Preis variiert stark, nach oben gibt es kaum ein Limit.

 

7. Tausch, Kauf und Miete

Neben den vorgestellten Linktypen gibt es noch dutzende weitere, auch oben beschriebene Linktypen werden meist oft eingekauft oder getauscht. Bei klassischen Tausch, Kauf oder Mietmodellen wird aber nicht aus dem eigentlichen Inhalt verlinkt, sondern aus der Sidebar/Blogroll oder dem Footer. Der vermeintliche Vorteil: Diese Links sind oft “sitewide”, finden sich also auf der Hauptseite und jeder Unterseite der verlinkenden Internetpräsenz. Google wertet seitenweite Links aber schon seit geraumer Zeit wie einen einzigen Link, viel Zusatznutzen sollte man sich von diesem gerne beworbenen Feature also nicht versprechen. Erhöhte Vorsicht ist bei der Auswahl der linkgebenden Seite gefordert, denn sonst findet man den eigenen Link  schnell in Gesellschaft vieler anderer thematisch nicht passender Links, lieblos in den Footer oder die Seitenleiste geklatscht. Der technische Aufwand für Google, diese Links als eingekauft zu erkennen und im schlimmsten Fall die Zielseite entsprechend abzustrafen, ist minimal. Private Krankenversicherungen, Strompreisvergleiche, kostenlose Onlinespiele, Reiseportale und SEO Dienstleistungen als bunter Mix vereint auf einer Seite schreien förmlich “Ich bin gekauft”. Wenn es also schon ein Tausch, Kauf oder Miete im althergebrachten Sinne sein soll, ist gesunder Menschenverstand gefragt.

 

Fazit

Es gibt nicht den einen perfekten Link, es gibt keine perfekte allgemeingültige Strategie und auch wenige Links, die pauschal zu verteufeln wären. Generell sollte man eher auf Klasse statt reine Masse setzen, wenn letztere zum Einsatz kommt ist immer auch hohe Varianz zu achten, sowohl bei den Linkzielen als auch ganz besonders bei den Link-/Anchortexten. Vertrauen Sie nicht denen die sagen, Link ist Link egal wie und woher, vertrauen Sie nicht denen die sagen ein Link unter 50€ ist wirkungsloser Schrott. Was machbar und praktikabel ist, hängt natürlich nicht zuletzt auch vom Budget ab, mit 2000€+ im Monat bieten sich natürlich wesentlich mehr Möglichkeiten als mit 200€, dennoch lassen sich aber auch mit eher bescheidenen finanziellen Möglichkeiten oft durchaus gute und solide Resultate verwirklichen. Glauben Sie nicht? Lassen Sie sich überzeugen! Gerade im lokalen Bereich oder in Branchen in denen die Mitbewerberdichte überschaubar ist, lässt sich auch mit relativ wenig Geld relativ viel erreichen. Zudem lassen sich SEO Maßnahmen hervorragend skalieren, es spricht also nichts dagegen erst einmal etwas langsamer zu starten und erste Erfolge abzuwarten.

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  1. Markus
    8. Mai 2012, 19:14 | #1

    Das Pinguin Update hat gezeigt, dass man hier Vorsichtig sein sollte. Es kann schnell gehen, dass ein Projekt abgestuft wird.

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